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Haig Utidjian

Haig Utidjian studierte an den Universitäten in Sussex, London und Cambridge, an der Accademie Chigiana in Siena und Hochschule Guildhall School of Music and Drama in London. Diese absolvierte er 1995 als Dirigent. Er erwarb den Dirigentenpreis Ricordi und gewann den Bob Harding Wettbewerb um das Stipendium für junge Dirigenten. Weiter vertiefte er seine Ausbildung mit Carl Maria Giulini in Milano, Richard Schumacher in Valsolda und Vilém Tauský (der u.a. bei Janáček, Suk und Talich studierte) in London. Infolge seiner großen Interesse für böhmische Musik wurde er von Jiří Bělohlávek zu einem einjährigen Studienaufenthalt an der Prager Akademie múzických umění eingeladen, wo er an spezialisierten Konsultationen bei František Vajnar und Josef Kuchinka teilnahm und beim Komponisten Juraj Filasa studierte. Seit der Zeit widmet sich Haig intensiv der Verbreitung der böhmischen Musik in der ganzen Welt.

Haig debütierte im Jahre 1997 in London mit dem Kammerorchester Barbicana. Er war Chefdirigent des Kammerorchesters in Sussex, mit welchem er regelmäßig in der königlichen Kapelle Konzerte führte und Chefdirigent des Sinfonieorchesters und Chors der Beethoven Gesellschaft der Universität in Cambridge. Als Gast wirkte er auch an verschiedenen Stellen in England, Schottland (als Chorleileter des Chorus of the Royal Scottish National Orchestra), Belgien (Jonge Filharmonie), Italien (Festival del Piccolo Mondo Antico), Frankreich (Festival International Albert-Roussel), Polen und Armenien (Armenische Philharmonie).

In der Tschechischen Republik dirigierte er Konzerte in Teplice, Mariánské Lázně, Beroun und Ústí nad Labem, wo er als Assistent im Stadttheater wirkte. In der kurzen Vergangenheit dirigierte er das Orchester der Prager Kammerfilmharmonie, das Sinfonieorchester des Tschechischen Rundfunks, die Nordbömishe Filharmonie Teplice, das Westböhmische Sinfonieorchester Mariánské Lázně, die Kammer Filharmonie Pardubice und andere. Im Mai 2001 nam er das Angebot des Rektors der Karlsuniversität an, das neu gegründete Orchester mit Chor der Karlsuniversität zu leiten. Heutzutage arbeitet er auch mit dem Kammerorchester der Ökonomischen Hochschule in Prag, dem Theater F.X. Šalda in Liberec zusammen und führt den Gemischten Chor Slavoš in Beroun. Als externer Pädagoge unterrichtet er an der Südböhmischen Universität in České Budějovice und leitet das dortige Studentenorchester.

Die neue Geschichte des Chors

begann erst nach langen 25 Jahren im Herbst 1973.

Der junge Lehrer der Musikschule Miloslav Hubatý hatte zwei Chöre gegründet - ein Kinderchor und ein gemischten Chor der Erwachsenen, der den Namen „Česká píseň“ (Tschechisches Lied) bekommen hatte. Seine Tätigkeit begann am 14. November 1973 und der Chor bestand aus 51 Frauen und 9 Männern.

Die Sänger konzentrierten sich auf  Volkslieder und Chöre von B.Smetana. Das erste Konzert kam im März 1974 zustande. Im Juni beteiligte sich der Chor an einem großen Konzert in Čistá bei Rakovník, wo damals 1050 Sänger anwesend waren. Ein Jahr später begann die Zusammenarbeit mit dem slowakischen Chor aus Suchá nad Parnou, die bis heute dauert. Die beiden Chöre besuchen sich gegenseitig, veranstalten gemeinsame Konzerte.

Als Miloslav Hubatý nach Kolín umgezogen war, leitete den Chor Adolf Chrobák, ein Lehrer aus der Pädagogischen Fachschule. Ein Jahr später wurde zum Chorleiter Dipl. Ing. Jiří Zápotocký. Er leitete den Chor 11 Jahre lang. Während dieser Zeit trat der Chor in Beroun, in seiner Umgebung und auch in entfernten Städten unseres Landes auf. Auch die Zusammenarbeit mit den Slowaken hat sich vertieft, Slavoš hat weitere Kontakte mit den Chören in Ústí nad Labem und in Dresden aufgenommen. An den Konzerten haben sich auch hervorragende Sänger aus dem Prager Nationaltheater beteiligt - z.B. Eduard Haken, Anna Bortlová oder Oldřich Špisar. Der Dirigent Dipl. Ing. Jiří Zápotocký erweiterte das Repertoire. Neben den klassischen Werken sang man auch Werke moderner Autoren. Im Jahre 1989 hat den Taktstock Milan Pospíšil übernommen, Dirigent des Berouner Kammerorchesters und langjähriges Mitglied des Symphonieorchesters des Tschechischen Rundfunks.

Nach der Wende im Jahre 1989 knüpfte der Chor an die historische Tradition an und hat den Namen „Slavoš“ wieder angenommen. Man sang Werke von Bach, Händel, Mozart, Dvořák, Smetana und Janáček.

Ein großes Erlebnis war das gemeinsame Konzert mit der Tschechischen Philharmonie in Prag im Gemeindehaus am 19. April 1991. Der Chor hat sich an der Komposition von Petr Eben "Missa cum populo" beteiligt.

Jedes Jahr veranstaltet Slavoš eine ganze Reihe von Advent-und Weihnachtskonzerten in Beroun und in der Umgebung. Im Programm sind Weihnachtslieder und die Böhmische Hirtenmesse von Jakub Jan Ryba.

Am 16. Juni 1993 wurde der gemischter Chor Slavoš Beroun ein selbständiger Verein, der beim Innenministerium registriert ist.

Im September 1994 wurde Slavoš schwer getroffen - der Dirigent Milan Pospíšil war plötzlich gestorben. Der Chor hat sich von ihm mit einem Requiem verabschiedet.

Die Leitung hat sehr opferwillig MUDr. Vladimír Lemon übernommen. Unter seiner Leitung hat sich wieder das Repertoire des Chores erweitert. Es wurden Volkslieder, Kirchenmusik, weiter Lieder die von MUDr. Vl.Lemon bearbeitet wurden (Volkslieder und Weihnachtslieder) sowie sein eigenes Stück, nämlich das Gebet „Vaterunser“, dass er dem Chor Slavoš gewidmet hat, gesungen.

Im September 1995 besuchte der Chor unsere Partnerstadt Rijswijk (Holland). Der Besuch war auf Einladung der Pfarrgemeinde St. Benedict, die gute Beziehungen zur Berouner Pfarrgemeinde St. Jakob hat. Mit den holländischen Kirchenchören veranstalteten wir zwei Konzerte.

Im Oktober 1998 hat Slavoš unter der Leitung von MUDr. Vl.Lemon sein 25. Jubiläum von der „Wiedererlebung“ gefeiert. An dem Konzert nahmen auch unsere Freunde aus der Slowakei teil. Nachdem MUDr. Lemon den Chor verlassen hatte, leitete Slavoš bis 2000 der "alt-neue" Dirigent Dipl. Ing. Jiří Zápotocký.

Seit Anfang 2001 leitet den Chor der Dirigent hoher musikalischer Qualität Haig Utidjian. Er stammt aus Armenien, kommt jedoch aus England.

Für den Chor bedeutet seine Leitung eine grundsätzliche Änderung. Er hat zwar das bestehende Repertoire übernommen, hat es jedoch um anspruchsvolle Stücke erweitert. Der Chor orientiert sich an dem fremdsprachigen Repertoire, es wird deutsch, englisch, französisch, italienisch, griechisch, lateinisch und armenisch gesungen. Haig Utidjian liebt tschechische Musik, besonders Werke von Smetana, Dvořák, Janáček und Martinů. Sein Einstudieren tschechischer Stücke ist sehr interessant und sehr gefühlvoll.

Unter Leitung des neuen Dirigenten begann auch die Zusammenarbeit mit drei Laienorchestern, die ein gutes Niveau haben und wo Haig Utidjian auch wirkt. Es handelt sich um das Kammerorchester der Wirtschaftsuniversität Prag und um das Kammerorchester der Karlsuniversität Prag, wo er Chefdirigent ist. Auch arbeiten wir mit dem Kammerorchester der Tschechischen Akademie der Wissenschaften zusammen. Die Konzerte unseres Chores mit Begleitung des Orchesters finden bei den Zuhörern einen großen Anklang.


Das Jahr 2003 ist für Slavoš auch sehr erfolgreich gewesen. Unter anderem wurde eine Zusammenarbeit, die später zu sehr engen persönlichen Freundschaften führte, mit dem Männerchor MGV Juventa (der Chor hat sich heutzutage noch um den Frauenchor erweitert) aus der weiteren Partnerstadt Goslar (Bundesrepublik Deutschland) gegründet. Es kam zu gegenseitigen Besuchen der Chöre. Zuletzt im Jahre 2008, wo noch der Chor Heiliges Kreuz, aus der weiteren Partnerstadt Brzeg (Polen), an den Konzerten teilnahm.

Im September 2004 haben sich die Chöre aus der Slowakei und Slavoš in Kroměříž (Kremsier) getroffen, wo sie zu Gast bei dem Chor Moravan waren und zusammen ein Konzert 3-er Chöre gaben. Ab diesem Jahr begann die Zusammenarbeit mit einem weiteren Chor,  nämlich Moravan aus  Kroměříž.


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